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Jauch und das #Kohl-Buch

Gestern Abend talkte Günther Jauch über die nun veröffentlichte Kohl Memoiren.

Kurze Vorgeschichte: Der Biograf traf sich über zwei Jahre mit Kohl zu Gesprächen, bekam Zugang zu verschiedensten Akten. Der Ghostwritervertrag wurde 2009 gekündigt, angeblich auf drängen von Frau Kohl. Das Buch wurde nun trotzdem publiziert.

Unter anderem waren die Witwe von Willy Brandt, der Rechtsanwalt von Kohl, der SPIEGEL Chefredakteur Blome, eben besagter Ghostwriter sowie Edmund Stoiber anwesend um die Frage zu diskutieren: Ist das moralisch korrekt?

Kurze Antwort: Scheiß egal. Sollen Gerichte klären, jedenfalls scheiterte Kohl erst einmal damit 150 Zitate verbieten zu lassen.

Es ist uninteressant für mich ob es nun korrekt war das Buch zu veröffentlichen, mich interessiert es genauso wenig, was Herr Kohl über Angela Merkel oder den Schäuble denkt.

Was mich mehr Interessiert, sind seine Gedanken zur Wiedervereinigung, zum EURO oder seine anderen Ansichten für die Zeit seines politischen Wirkens als Bundeskanzler. Aber über das Thema Transparenz hat sich gestern Abend keine Sau interessiert. Wieso sind denn die Akten zur damaligen Zeit nicht öffentlich? Wieso darf der Bürger nicht wissen was da hinter verschlossenen Türen protokolliert wurde?

Natürlich haben solche Memoiren immer einen ganz anderen "Touch" als Bücher die rein auf Protokollen basieren, trotzdem vermisse ich die Frage nach der Transparenz bei gewählten deutschen Staatsvertretern.