/ Naher Osten

Wie viel Militär verträgt die Welt?

Und eines lasst euch gesagt sein, diese Menschen leben schon Jahrzehnte unter diesen Zuständen. Und vielleicht leben sie gerne dort. Natürlich geschieht dort Unrecht, zumindest nach unseren Maßstäben. Wer sind wir aber schon, dass wir uns anmaßen darüber zu Urteilen.

Worte eines ehemaligen Lehrers von mir, kurz bevor die USA unter dem Präsidenten Bush in den Irak einmarschierten.

Es ist so einfach aus der Sicht des Westens den "Nahen Osten" zu verurteilen. Herrschende Diktatoren, keine freien Gerichtsprozesse, oftmals keine freie Presse, Hungersnöte, Steinigungen, unterdrückte Frauen.

Und jetzt kommen wir, mit der eigenen überlegenen Moral, dem ausgestreckten Zeigefinger und befreien diese Menschen von den üblen Diktatoren. Doch, am Ende, was hat das den Leuten vor Ort denn gebracht? Ägypten, Lybien, Syrien (irgendwie noch mit Assad), Tunesien, Irak, Afghanistan. Ist dort nach der (quasi) Diktatur irgendetwas besser geworden? Nein, die politische Stabilität verfällt schon fast ins Negative, die Menschen werden immer noch Drangsaliert und das durchaus auch deutlich schlimmer als vorher.

Nun steht die "IS" vor der türkischen Grenze. Die Rufe nach einem Militäreinsatz unter anderem der Bundeswehr werden lauter und lauter, doch haben wir das Recht dazu? Warum nehmen wir uns das Recht heraus, dass wir mit Panzern und Gewehren in ein fremdes Land einmarschieren und den Menschen dort "erzählen" was richtig und was falsch ist?

Wir haben die Pflicht, diesen Menschen vor Ort zu helfen und zwar in dem wir diesen die Möglichkeit geben das Land zu verlassen und an einen sicheren Ort zu kommen. Zum Beispiel in die EU.

Nach wie vor erscheint es mir am sinnvollsten, den geschätzten Millionen streng konservativer Moslems, ein oder mehrere eigene Länder gründen zu lassen. Der Nahe Osten ist per se groß genug um diese Möglichkeit zumindest in Betracht zu ziehen. Dazu müsste man viel Geld in die Hand nehmen um auch Umsiedlungen zu finanzieren, den anderen Staaten gute Finanzierungsmöglichkeiten zum Wiederaufbau ermöglichen, aber das erscheint mir alles deutlich realistischer als mit Waffengewalt den Frieden herzustellen.